PRAXISKLASSE 9PK
Modell für
praxisorientierte
Schüler

DIE PRAXISKLASSE

Chance Praxisklasse

Schülerinnen und Schülern bekommen die Möglichkeit, aus ihrer negativ belasteten Schullaufbahn auszuscheren und sich in einem Schulzweig mit vielfachen und berufsnahen Praxiselementen, neu zu orientieren.

Durch die Bestätigung der Leistung aus der Praxis, finden sie Motivation und Selbstbewusstsein und starten mit einem veränderten Auftreten in die Berufswelt. Dazu haben sie die Möglichkeit sich über langfristige Praktika bei Betrieben zu empfehlen.

Welche Schülerinnen und Schüler wollen wir ansprechen?

Die Praxisklasse können Schüler besuchen,
• die im 8. oder gegebenenfalls einem höheren Schulbesuchsjahr stehen.

• die aufgrund ihrer bisherigen Schullaufbahn und der Leistungen in den vorhergehenden Klassen zunächst keine Aussicht haben, den Erfolgreichen Mittelschulabschluss auf „normalem“ Weg zu erreichen.

• die erhebliche Lern- und Leistungsrückstände haben und durch eine spezifische individuelle Förderung zu einer positiven Lern- und Arbeitshaltung geführt werden können.

• die Freude an praktischer Arbeit haben.
deren Eltern einen Antrag zum freiwilligen Besuch der Praxisklasse stellen.

Bewerbungsschluss für die Praxisklasse: 15. Mai des laufenden Schuljahres

Erfolgreicher Mittelschulabschluss durch den
Theorieentlasteten Praxisklassenabschluss


Mobirise
Mobirise

Die Praxisklasse ist nicht gedacht für Schülerinnen und Schüler,
• deren sonderpädagogischer Förderbedarf nur an Förderschulen erfüllt werden kann.
• deren unzureichende Leistungen ausschließlich auf mangelnde Deutschkenntnisse zurückzuführen sind.
• bei denen Verhaltensauffälligkeiten im Vordergrund stehen.
• mit massivem Schulfrust (Leistungsverweigerung, Schulschwänzen).
• mit kriminellem Potential (Körperverletzung, Diebstahl, Drogenmissbrauch).

Beratung
Vor der Aufnahme stehen persönliche Gespräche mit dem Schüler und mit den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten.

Organisation
Die Schüler sind vier Tage an der Stammschule und einen Tag in einem Betrieb.

Der Unterricht findet statt auf der Grundlage
• ausgewählter Bereiche des Lehrplans für die Mittelschule und
• einer Überprüfung des Lernstandes.
• Die Klassenstärke liegt bei maximal 15 Schülern.

Praxis ist das zentrale Element der Praxisklasse.
• Die Schülerinnen und Schüler suchen sich mit Hilfe der pädagogischen Fachkraft Betriebe, die in ihrem Lebensumfeld liegen sowie ihren Neigungen und Interessen entsprechen.
• Vorwiegend in Handwerksbetrieben arbeiten sie einmal in der Woche das ganze Jahr über und lernen so die Realität von Arbeit und Beruf kennen. Dabei wird das Schuljahr gedrittelt, damit die Schüler in drei verschiedenen Betrieben Erfahrungen sammeln, Werbung für sich machen können und sich so für eine eventuelle Ausbildung empfehlen.
• Zusätzlich zum Praxistag finden mindestens drei einwöchige Betriebspraktika statt.

Sozialpädagogische Arbeit als besonderer Bestandteil der Praxisklasse
• Bietet den Jugendlichen individuelle Lebenshilfe unter Berücksichtigung der jeweiligen Lebenslage.
• Der eigene Lernprozess stärkt erfolgreiches Verhalten und persönliche Fähigkeiten und führt bis hin zur Ausbildungsreife.
• Langfristig wird den Jugendlichen ein positiver Lebensentwurf und eine bessere Integration in Gesellschaft und Berufswelt ermöglicht.

Zeugnis
• Noten werden erteilt in Ethik/Religion, Deutsch, Mathematik, Sachunterricht (GPG/NT/WiB), Sport.
• Das Zeugnis enthält eine ausführliche Beschreibung aller Leistungsbereiche, insbesondere derer aus der Praxis.

Nach der Praxisklasse
Nach eingehender, individueller Beratung gibt es folgende Möglichkeiten:
• Berufsausbildung (+ ausbildungsbegleitende Hilfen)
• Besuch des Berufsgrundschuljahres (BGJ)
• Freiwilliger Besuch der neunten Regelklasse und Erwerb des Mittelschulabschlusses oder
Qualifizierenden Abschlusses der Mittelschule
• Besuch einer Berufsfördermaßnahme der Bundesagentur für Arbeit (Mittelschulabschluss, Qualifizierender Abschluss der Mittelschule)